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GEFUNKEL UNTERM REBENZELT

Der Nacht hellredend lauschen,
weil Ohren das Sagen haben,
unter Sternen und Reben.

Du Schlafliedsänger schweige,
du Mondverklärer auch.
Erblinde, wer die Welt entfärbt
und ferner Liebe Brauch.

Du Weinduftkenner schweige,
du Sonnenzähler auch.
Verstumme, wer den Himmel schwärzt
mit seinem Phrasenrauch.

Du Allesbeter schweige,
du Wunderheuchler auch.
Ertaube, wer es brennen hört
in einem Dornenstrauch.

Ich dichte Strophen, oder nicht,
um nie in Schlaf zu enden.
Mein Widerspruch spricht für die Welt:
Oh Sternenlaube, Rebenzelt!

Themen: LYRIK bis 2014 / 3 |