Rubrik

Bibliographie

Natürlich liebt ein Literat nichts mehr, als seine geistigen Ergüsse in gedruckter Form zu sehen. Der digitale Fortschritt macht dies problemlos und ohne finanziellen Aufwand möglich. Niemand ist mehr vom Wohlwollen eines Verlages abhängig. Heute kann sich praktisch jeder Schreibende als Autor verwirklichen und unabhängig von einer Auflagenzahl seine Werke publizieren. Ein Weg zu dem ich jeden ermuntern möchte, weil es echt Spass macht. Denn drei Dinge sollte man in seinem Leben gemacht haben: einen Baum gepflanzt, eine Mauer abgebrochen und ein Buch geschrieben.

STEIG UND STILLE

Stille ist kein Zustand für mich. Stillhalten, Stillstehen, Stillsitzen habe ich nie ausgehalten. Alle Stillstandsformen sind mir unerträglich, seit ich laufen lernte, so weit mich meine Erinnerung trägt. Ich verspüre den Drang mich loszureißen, immer dann, wenn es reizlos wird. Freiheit und Begrenzung sind mein Thema, auf einer Wanderschaft zu mir selbst. Der Band ist 2010 bei BoD verlegt worden und unter der ISBN-Nr.: 978-3-8391-5080-1 im Handel zu erwerben. Als kartoniertes Taschenbuch umfasst es 68 Seiten und kostet 6,80 Euro.

kaninchenjagd KANINCHENJAGD

Ein junger Möchtegerndetektiv unterschätzt seinen ersten Auftrag. Die Beschattung entwickelt plötzlich eine verrückte Eigendynamik. Von blindem Jagdfieber gepackt, stolpert er über die eigenen Fallstricke und sucht sein Heil in der Flucht. Unter einem tropfenden Toilettenwagen kommt er wieder zur Vernunft. “Kaninchenjagd” erzählt mit einem Augenzwinkern von fadenscheinigem Selbstbetrug, irrsinnigen Zufällen und einer Verantwortung, der man nicht spurlos entkommen kann. Die Novelle ist 2009 bei BoD verlegt worden und unter der ISBN-Nr.: 978-3-8370-8611-9 im Handel zu erwerben. Als kartoniertes Taschenbuch umfasst es 84 Seiten und kostet 6,80 Euro.

in_mirIN MIR SO GANZ UND GAR

Gedichte, Lieder und Geschichten, die größten Teils auf dieser Homepage zu finden sind, habe ich hier noch einmal in gedruckter Form aufgelegt. Es geht um Liebe, Lügen und Weisheit. Deswegen zeigt das Titelbild auch jene anmutige Eule, die sich oben in der blauen Kopfleiste zwischen meine gewagten Kapriolen drängt und mich gleichsam zu mehr Vernunft ermahnt. Doch wie meiner Biografie nur unschwer zu entnehmen ist, bin ich nach wie vor eher vorlaut, frech und wenig weise. Entsprechend erklingt mein Geschriebenes. Der Band wurde, wie die Novelle auch, bei BoD verlegt und kann unter der ISBN-Nr.: 978-3-8370-8066-7 bestellt werden. Er umfasst 136 Seiten und kostet im Handel 9,80 Euro.

Lyrisches habe ich außerdem in drei Frühwerken veröffentlicht, die hier im Überblick dargestellt sind. Allesamt sind sie noch analog und im Selbstverlag hergestellt worden. Käuflich kann man die Bücher darum leider nicht mehr bekommen, denn mit den wenigen Exemplaren, die mir noch geblieben sind, bin ich ziemlich geizig geworden. Kleine Kostproben findet ihr aber in den entsprechenden Rubriken: „In Stücke zersprochen“, „Lustsprünge“ und „Begierde“.

IN STÜCKE ZERSPROCHEN

Mein Erstlingswerk stammt aus dem Orwell-Jahr 1984. Es spiegelt die Befindlichkeit von damals und mein Ringen nach Identität wider. Es ist die Zeit des kalten Krieges und die heiße Phase der Friedens- und Ökobewegung. „Zurück zur Natur“ lautet das mitunter pessimistische Credo. Ich bin noch ziemlich grün hinter den Ohren und ein Hasenfuß mit Zukunftsangst. Als Sänger bei der Heilsarmee hätte ich mich sicher gut gemacht. Immerhin dominiert schon die Liebe als mein großes, mein Lieblingsthema. Der Gedichtband wurde mit Grafiken von Christian Wulle illustriert, von dem auch das Titelbild stammt. Zeitgeistmäßig wurde alles auf 100% Recyclingpapier gedruckt.

LUSTSPRÜNGE

Der zweite Band kommt 1986 heraus. Mehr und mehr Gedanken drehen sich um Zwischenmenschliches. Stilistisch verzichte ich auf Großschreibung und Interpunktion, weil dadurch verstärkt Doppeldeutiges zum Tragen kommt und ich ohnehin keine Ahnung habe, wo diese blöden Kommas hin müssen. Auch diesmal hat Christian Wulle das Buch mit seinen Zeichnungen aufgewertet. Das geniale Titelfoto mit mir als lustspringenden Autor ist ein Schnappschuss von Konrad Alberer. Die Ruine im Hintergrund steht bei Au am Inn. Kurz vor dem Sprung waren wir noch zur metaphysischen Erbauung in der Klosterbrauerei. Deswegen mein verklärter, spiritueller Blick.

BEGIERDE

„Erotisches“, so lautet der Untertitel, doch in Wahrheit ist es eine Offenbarung. Die Veröffentlichung 1991 hat mich damals einiges an Überwindung gekostet. Nicht umsonst wird im Vorwort folgendes Zitat von Friedrich von Schlegel bemüht: „Der Künstler, der nicht sein ganzes Selbst preisgibt, ist ein unnützer Knecht.“ Einige Gedichte greifen die kirchliche Sexualmoral an und sind geeignet, empfindiche Gemüter zu verletzen. Das tut mir aber nicht wirklich Leid, solange in klerikaler Obhut Kinder sexuell genötigt und missbraucht werden. Man kann mir ja eine Mail schicken, um zu schreiben, was ich doch für eine schmutzige Fantasie habe und wie rein man selber ist.