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LIED VOM LOSLASSEN

Noch immer treibt ich mich herum,
dem Strom der Zeit entgegen,
weil ich ein Kind der Freiheit bin,
auf allen meinen Wegen.
Doch allmählich zweifle ich,
wozu ich widerstrebe,
ob ich nicht besser angepasst
und geruhsam lebe.

Komm lass es gut sein, machs dir bequem!
Lass einfach los, lass es mit dir geschehen!
Machs dir nicht schwer, leg dich nicht quer
und eck nicht immer und überall an!

Das Alter steht mir im Gesicht,
vieles macht zu schaffen.
Die junge Welt steht voll im Saft
und will mich nieder raffen.
Alles eifert, alles hetzt,
jeder gegen jeden,
und sofern es mich betrifft,
hör ich sie schon reden:

Komm lass es gut sein, machs dir bequem!
Lass einfach los, lass es mit dir geschehen!
Machs dir nicht schwer, leg dich nicht quer
und eck nicht immer und überall an!

Ach, was habe ich noch Feuer,
ich spüre täglich wie es brennt.
Von meiner wilden Leidenschaft
ist noch immer nichts verlernt.
Nur beim Tanzen hab ich Not,
wenn ich mich aufführ wie ein Stier
und aus den Nasenlöchern pfeife,
dann sag ich zu mir:

Komm lass es gut sein, machs dir bequem!
Lass einfach los, lass es mit dir geschehen!
Machs dir nicht schwer, leg dich nicht quer
und eck nicht immer und überall an!

Wenn er mich einmal haben will,
dann wetzt der Tod die Klinge.
Vielleicht steht er schon nah bei mir
und hofft, dass ich bald springe.
Aber springen will ich nicht,
den Teufel werd ich tun.
Dafür hab ich nicht gelebt,
um mich jetzt schon auszuruhen.

Ich lass es nicht gut sein, nicht mit mir geschehen.
Da lass ich nicht locker, bleib unbequem.
Ich machs euch schwer, ich leg mich quer
und ecke immer und überall an.

Themen: Diverse LIEDER |