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VERSTEINERUNGEN

Ich breche Schnecken aus dem Kalk,
Sammle was mich greifen lässt,
Will stündlich jedes Stück behaun,
Keile Illusionen fest.

Begrenzt müssen mich Füße tragen,
So unnahbar der Fels auch winkt.
Sein Grau wird irgendwann Gehäuse,
Das einst zurück nach Hause bringt.

Rührung reibt an Augenlidern,
Beim steten Steigen durch die Zeit,
Und wo ich die Tektonik streife,
Nebelt schon Vergänglichkeit.

Die Berge sind mir Muschelrest,
Gezeitengleich gewogen.
Die Ewigkeit dient diesem Zweck:
Mein Stein wird weichgebogen.

Themen: LYRIK bis 2014 / 2 |