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MEIN EINTRAG INS HÜTTENBUCH

Der Dichter spinnt, nimmt Silbenschein,
Verknüpft ihn eng zu Netzen.
Er streng sich fest, verdrillt den Reim,
Fängt Wörter, fischt nach Sätzen.

Der Dichter brennt denn Mut zur Glut,
Kocht Grätenbein zu Leim,
Ihm klebt sein Potpourri recht gut,
Soll unverreimt nicht sein.

Der Dichter zwingt sich schwer zum Salz,
Denn Salz erscheint im billig,
Genauso billig wie das Schmalz,
Er schmalzt sein Werk unwillig.

Der Dichter rührt die Dinge rührend,
Stampft Hü und Hott in seinen Topf.
Er lobt den eignen Teig gebührend
Und flicht daraus BoD Sprüchezopf.

Der Dichter kennt nicht ein Rezept,
Doch rauch steigt auf beim Braten.
Mit Senf und Käs wird abgeschmeckt,
Den Nachtisch dürft ihr raten.

Themen: LYRIK bis 2014 / 2 |