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SINGSANG

Oben hoch und unten tief,
Da wie dort besungen sein,
Irgendwem dazwischen swingend,
Überdröhnbar allgemein.

Geträller schwirrt aus diesem Kehlchen,
Gewöll ins Innenohr gerollt.
Im Gleichtakt fremdbestimmtes Klingen,
Schräger Harmonie gezollt.

Ein Marsch der kleinste Schritte trampelt,
Trommelnd feine Wucht zerschlägt,
Bleibt trotzdem in der Breite spurlos,
Schmält was er des Weges trägt.

Wer sich jeder Weise hingibt,
Schneidend einstimmt ungeniert,
Der weiß nichts von Sinn und Liedern,
Die sein Singsang ruiniert.

Themen: LYRIK bis 2014 / 2 |