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GEZEITENLAUF

Wer zerrt der Worte Eigensinn,
Wirft Briefwerk in den Ofen,
Zerknüllt der Treue Spur und Schwur,
Bricht Worte, bis sie Strophen?

Kein Ruhepol, die Uhr stillt nie,
Erinnerung zu betten.
Kein Getriebe, Zahn um Zahn,
Legt Wartezeit in Ketten.

Sand rinnt dahin und schert sich nicht
Um dehnend lange Weile.
Jeder Herzschlag ungezähmt,
Springt schon zur nächsten Zeile.

Die Brust von Zwängen eingeengt,
Stöhnt mir ihr Lied bisweilen.
So treibt es mich herum und um,
In meinem Kopf herrscht Eilen.

Themen: LYRIK bis 2014 / 2 |