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LIED VOM MEHRWOLLEN

Ans Alte will ich nichts verschwenden,
mich hats schon gestern kaum gestört,
was soll ich heut den Kopf verrenken,
aus und vorbei, ich habs gehört.
Kein halber Schwur und kein Gerede,
entschieden ist was für mich zählt
und ich spür auf diesem Wege,
wie sehr der eigene Schritt mich trägt.

Keine Wünsche mehr vergeuden,
die nur unverbindlich sind,
lieber ganz mein Herzblut geben,
bevors ein anderer nimmt.
Ich tat noch niemals so vermessen,
als würd es ohne mich nicht gehen,
ich weiß, die Welt wird mich vergessen
und sich wie immer weiter drehen.

Ein kluges Wort, ein feiner Wein,
an einem Tisch mit besten Freunden,
so sollen gute Tage sein,
miteinander nichts versäumen.
In mir brennen Stolz und Triebe,
die Asche hab ich nie bedacht,
ich spür nur, alles was ich liebe
ist begrenzt für mich gemacht.

Ich singe gerne solche Lieder,
weil ich ein Liedersänger bin,
und es ergreift mich immer wieder,
zieht mich zu Meinesgleichen hin.
Doch einmal werd ich nicht mehr singen,
am Ende muss es so geschehen,
mehr Spielraum kann ich nicht erzwingen
und auch kein Wiedersehen.

 

Themen: Diverse LIEDER |