Rubrik


« |Home | »

GROTESKE VOM PAPAGEIER

Es folgte mir – weiß nicht wieso –
das Klettengier mit Stimme,
ab dem Zebrastreif vorm Zoo.
Versprach blaue Gewinne!

Im Schlepp dies fiese Wesen,
das auf dem Vers mir blieb,
schlug den Sahnebesen
und rief: „Ich süß dich lieb!“

Gefiedert wie ein Papagei,
– sein Schnabel flüsterlaut –
legte es ein dickes Ei
tief unter meine Haut.

Den Eierkopf ich kratzte
(wie juckte mir die Stirn),
da schwoll mir an und platzte
voll Zinseszins das Hirn.

Die Zahlmoral des Traumes:
Bau keinen Alb ein Nest,
er will dein Ich und setzt sich
laut reklamierend fest.

Themen: LYRIK bis 2014 / 3 |